DNS – einfach erklärt

Für das Internet wie wir es kennen ist DNS extrem wichtig. Doch kaum ein User weiß, was sich hinter diesem Begriff eigentlich verbirgt. Wir erklären es einfach und verständlich.

Was ist DNS?

DNS ist eigentlich eine Abkürzung und steht für Domain Name System. Doch beginnen wir ganz von vorne.

So, wie jedes Haus eine Adresse hat, bekommt auch jedes Gerät im Internet eine einzigartige Adresse. Das ist die sogenannte IP-Adresse. Diese IP-Adressen (auch IPs genannt) sind einzigartige Abfolgen von Zahlen (und mittlerweile auch Buchstaben), mit deren Hilfe die Datenpakete im Internet immer den richtigen Weg finden.

IP-Adressen sind zwar essentiell, aber leider schwer zu merken. Google ist beispielsweise über die IP 172.217.0.0 erreichbar. Diese Nummer könnte man sich zwar merken, aber richtig praktisch ist das nicht. Außerdem hat jedes Gerät im Internet eine andere IP, sodass das Internet ohne zusätzliche Hilfe sicherlich nicht so einfach zu bedienen wäre.

Nachdem sich keiner diese IP-Adressen merken möchte, gibt es dafür eine andere Lösung: Das Domain Name System (DNS).
Man kann sich das DNS wie ein Telefonbuch für das Internet vorstellen. Die wenigsten wissen die Nummer von Tante Monika auswendig; sie tippen den Namen einfach ins Smartphone und drücken auf „Anrufen“.
Genau so funktioniert das auch, wenn du eine Website aufrufst.

Wenn du in deinem Browser zum Beispiel google.com eingibst, kontaktiert dieser zuerst einen DNS-Server.
Wer ist google.com?
– google.com ist 172.217.0.0

Nach dieser Abfrage hat dein Browser die richtige IP-Adresse und kontaktiert damit den richtigen Server.
Das passiert im Hintergrund jedes Mal, wenn du eine Website aufrufst, eine App öffnest oder sonst irgendetwas im Internet tust. Und auch, wenn du die IP-Adresse jedes Mal händisch eintippst, zeigt dir dein Browser den richtigen Domain Namen anstatt der IP.

Wer betreibt diese DNS-Server?

Nachdem (fast) jede einzelne Anfrage im Internet über DNS abgewickelt wird, braucht man dafür einiges an Infrastruktur. Jeder Internetprovider hat beispielsweise seine eigenen DNS-Server. Aber auch Google oder Cloudflare bieten derartige Dienste an.

Prinzipiell steht es jedem Nutzer frei, welchen DNS-Server er verwendet. Viele Router lassen eine Änderung des DNS-Servers zu, außerdem kann dieser auf PC und Smartphone geändert werden.
Wenn du deinen DNS-Server ändern möchtest, wähle aber einen Anbieter, dem du vertraust. Der Grund dafür ist simpel: Über deine DNS-Anfragen weiß der DNS-Anbieter, welche Seiten du nutzt. Auf die übertragenen Daten kann nicht rückgeschlossen werden, trotzdem könnte über Aufzeichnungen verfolgt werden, auch welchen Seiten du unterwegs warst.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code