WD MyCloud Mirror geöffnet mit entfernten Festplatten

Festplatten wechseln bei der WD MyCloud Mirror

Die WD MyCloud ist – vor allem aufgrund ihres Preises – eine sehr beliebte NAS-Lösung. Während man die Festplatte der normalen MyCloud nicht tauschen kann, ist das bei der MyCloud Mirror überhaupt kein Problem. Hier zeigen wir dir, wie das geht.

Wenn du mehr Speicher im Netzwerk brauchst oder auf eine andere NAS umziehen willst, steht ein Wechsel der Festplatten an. Glücklicherweise ist das nicht weiter kompliziert.

1. Backup anlegen
Als erstes solltest du sicherstellen, dass deine Daten vollständig gesichert sind. Dafür gibt es einige Möglichkeiten, die einfachste ist es aber, die Daten auf eine (externe) Festplatte zu kopieren. Stelle zum Schluss sicher, dass wirklich alles kopiert wurde. Ich selbst habe aufgrund eines Fehlers beim Kopieren schon etliche Fotos verloren – hier ist also besondere Vorsicht geboten.

2. neue Festplatten vorbereiten
Wenn du neue Festplatten anschaffst, solltest du darauf achten, NAS-Platten zu kaufen. Diese sind darauf ausgelegt, rund um die Uhr zu laufen und sind besonders zuverlässig. Empfehlenswert sind beispielsweise WD Red-Platten oder Seagates IronWolf. Deine MyCloud läuft aber auch mit allen anderen handelsüblichen 3,5-Zoll-HDDs mit SATA-Anschluss.
Wenn du bereits (benutzte) HDDs hast, empfiehlt es sich, diese zuerst zu formatieren. (Zumindest mache ich das immer so, ich habe das noch nie technisch hinterfragt) Das ist zwar kein absolutes Muss, dennoch kann es nicht schaden. Das Dateiformat sollte hierbei übrigens keine Rolle spielen – die MyCloud Mirror formatiert die Festplatten später ohnehin.

3. alte Festplatten ausbauen
Zuerst musst du die WD MyCloud ausschalten. Rufe dazu das Web-Interface auf, melde dich an und klicke recht oben auf »Herunterfahren«.
Sobald die LEDs erloschen sind, kannst du die MyCloud abstecken und öffnen. Drücke dazu einfach auf die Vorderseite der oberen Abdeckung. Diese gibt nun den Blick auf die Festplatten frei.
Über den HDDs liegt noch eine Spange, die die Platten im Gehäuse hält. Sobald diese herausgeschraubt ist, kannst du die Festplatten mit dem vorgesehenen Pull-Tab vorsichtig herausziehen.

4. neue Platten einbauen
Nun solltest du die Plastik-Halterungen von den alten HDDs auf die neuen schrauben, damit du auch die neuen Platten wieder aus dem Gehäuse bekommst.
Dann ist es an der Zeit, die neuen Festplatten in die NAS zu schieben. Achte dabei auf die Ausrichtung der SATA-Anschlüsse in der MyCloud und richte die Festplatten entsprechend aus.
Drücke die neuen Platten nun sanft ins Gehäuse, bis sie ganz im Schacht stecken. Dann kannst du die schwarze Metallklammer wieder anschrauben, die Abdeckung schließen und deine MyCloud starten.

5. MyCloud einrichten
Gehe nun in’s Web-Interface deiner MyCloud und melde dich mit deinem bestehenden Benutzer an. User und Einstellungen bleiben erhalten, sofern du deine MyCloud nicht vorher zurücksetzt.
Nach dem Login wirst du automatisch durch einen Setup-Prozess geführt. Hier musst du dich entscheiden, ob du deine Festplatten in Raid1, Raid0 oder als eigenständige Volumes laufen lassen willst. Die Grafiken im Setup-Wizard sollten diese Entscheidung aber nicht zu schwer machen.
Nun werden die neuen Platten formatiert und die WD MyCloud nistet sich darauf ein. Jetzt musst du nur noch deine Shares (Freigaben) einrichten, schon ist die NAS wieder einsatzbereit und erreichbar.

6. Backup einspielen
Zum Schluss solltest du noch deine gesicherten Daten auf die NAS übertragen, dann ist dein Netzwerkspeicher wieder voll einsatzfähig.

Für die sichere Aufbewahrung deiner Daten solltest du neben Raid 1 auch zu anderen Backup-Methoden greifen. Außerdem ist ein Blitzschutz hilfreich – im nächsten Artikel erfährst du, wann ein Blitzschutz für die Steckdose Sinn macht.

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