Hitzewelle als Ursache für Datenverlust – das steckt dahinter

Die übermäßige Hitze im Sommer ist nicht nur für Menschen unangenehm, sondern ist auch für deine Festplatten nicht ideal. Was es damit auf sich hat, erfährst du bei uns.

Hitzewelle – schlecht für deine Daten?
Tatsächlich ist es so, dass sich höhere Außentemperaturen nicht nur auf die Wohnung, sondern auch auf deinen Computer auswirken. Angenommen, die Temperatur in einer Dachgeschosswohnung beträgt nicht mehr angenehme 21 Grad, sondern plötzlich 27 Grad, macht sich das in einem Computer durchaus bemerkbar.

Während Prozessor und Grafikkarte im Regelfall ausreichend gekühlt sind und höhere Temperaturschwankungen vertragen, sieht das bei Festplatten ganz anders aus. Gerade, wenn mehrere HDDs nebeneinander ihren Dienst verrichten, kann es hier schnell zu einer großen Wärmeentwicklung kommen. Das wiederum ist schlecht für die Lebensdauer und für die Datensicherheit.

Bei besonders heißem Wetter häufen sich Fälle von Datenverlust – Datenrettungsunternehmen berichten von einem Anstieg an Aufträgen bei heißem Wetter.

Die meisten Festplatten – wir sprechen hier nur von HDDs – sind für Temperaturen bis zu 60 Grad konzipiert. Durch permanent hohe Belastung können diese Werte schnell erreicht werden.
Generell gilt: Je niedriger die Betriebstemperatur einer HDD, desto besser.

Viele bedenken auch nicht, dass ein Auto in der Sonne ebenfalls extrem hohe Temperaturen erreichen kann. Wenn du im Hochsommer deinen Laptop im Auto liegen lässt, ist es gut möglich, dass kritische Temperaturen erreicht werden.

Was tun gegen hitzebedingte Ausfälle?
Ideal wäre es natürlich, die Festplatten oder den kompletten Computer in einem klimatisierten Raum zu betreiben. Dies können sich allerdings nur die wenigsten leisten.

Wichtiger ist es, bei den HDDs für ausreichend Airflow zu sorgen und die Festplatten, wenn möglich, nicht zu weit zusammen zu montieren.

Wie viel Hitze vertragen SSDs?
Die moderneren SSDs vertragen wesentlich höhere Temperaturen als herkömmliche Hard Drives. Kingston beispielsweise setzt die maximale Betriebstemperatur für seine Solid State Drives auf 70 Grad fest. Dazu kommt auch noch, dass eine hohe Betriebstemperatur bei SSDs nicht zu einer Verkürzung der Lebenszeit führt, wie das bei HDDs der Fall ist.

Große Hitze schadet deinem Laptop bzw. PC immer – in diesem Text haben wir nur den Aspekt der Datensicherheit behandelt. Lagern solltest du deine SSDs übrigens eher kühl, somit bleiben die darauf gespeicherten Informationen länger erhalten.

Nicht nur hohe Temperaturen sind für deine Daten gefährlich, sondern auch Gewitter. Im nächsten Artikel erfährst du, wie sinnvoll ein Überspannungsschutz für die Steckdose ist.

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