Raspberry Pi einrichten – so geht’s

Das Einrichten eines Raspberry Pis ist für Neulinge nicht ganz einfach. Was du tun musst, um den Einplatinenrechner betriebsbereit zu machen, erfährst du hier.
Einrichtung am Raspberry Pi

Das Einrichten eines Raspberry Pis ist für Neulinge nicht ganz einfach. Was du tun musst, um den Einplatinenrechner betriebsbereit zu machen, erfährst du hier.

Raspberry Pi-Zubehör – diese Dinge brauchst du

Hinweis: Was du für den Betrieb eines Raspberry Pis benötigst, haben wir in einem anderen Artikel ausführlicher behandelt. Hier die Kurzfassung:

Zuerst brauchst du logischerweise einen Raspberry Pi. Hier empfehlen wir, das neueste Modell zu kaufen, da es nicht signifikant teurer ist als Vorgängermodelle, aber über mehr Leistung verfügt. Außerdem unbedingt notwendig: Netzteil und SD-Karte. Letztere muss mindestens 4 GB groß sein, für die spätere Installation von zusätzlichen Programmen sollte sie aber etwas größer sein. Wir empfehlen 16 GB, da hier nach der Installation des Betriebssystems noch viel Speicher frei ist – außerdem kosten Karten mit 8 GB fast das selbe.
Nicht unbedingt notwendig, aber dennoch nützlich sind ein Gehäuse und Kühlkörper.

Betriebssystem installieren

Dafür benötigst du  einen Computer oder Laptop mit einem SD-Slot oder ein zusätzliches Lesegerät. Lade dir zuerst das Raspbian-Image von der offiziellen Download-Seite  und den Win32 Disk Imager herunter. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Version du herunterladen sollst, solltest du nicht die Liteversion, sondern die Ausgabe mit Desktop wählen. So bleiben die später alle Möglichkeiten offen.

Öffne den Disk Imager und gib im Dialogfeld an, wo sich das heruntergeladene Image befindet. Dann musst du angeben, auf welches Gerät du das Image schreiben willst. Achtung: Eine falsche Auswahl kann hier zu Datenverlust führen. Stelle sicher, dass du als Ziel wirklich die SD-Karte gewählt hast. Klicke nun auf “OK”, bestätige alle Meldungen positiv und warte ab, bis der Prozess abgeschlossen ist. Nun kannst du die SD-Karte aus dem Computer entfernen und in den Raspberry Pi einsetzen.

Wenn du bei diesem Prozess Hilfe brauchst, darfst du gerne einen entsprechenden Kommentar hinterlassen – wir helfen dir gerne.

Wichtig ist, dass dein Raspberry Pi im Netzwerk eine statische IP-Adresse hat. So kann er leichter gefunden werden.

Setup am Raspberry Pi abschließen

Schließe nun Maus und Tastatur an die USB-Ports deines Raspberry Pis an und verbinde den Einplatinenrechner via HDMI mit einem Bildschirm oder Fernseher. Keine Sorge, das ist später nicht mehr notwendig, für die erste Einrichtung ist es aber relativ praktisch.

Schließe den Raspberry PI nun an den Strom an. Wenn du bisher alles richtig gemacht hast, startet der Mini-Rechner jetzt.

Nach erfolgreichem Boot wird dir der Desktop angezeigt. Melde dich hier mit dem User pi und dem Passwort raspberry an.

Desktop am Raspberry Pi

Nach dem Login kommst du auf den Desktop. Klicke hier in der Task-Leiste auf das Terminal-Symbol (das dunkle Icon).

Tippe sudo raspi-config in’s Terminal ein. So kommst du in die Konfigurations-Oberfläche. Hier kannst du mit den Pfeiltasten, mit dem Tabulator und mit der Enter-Taste navigieren.

Die “Localisation options” bieten die Möglichkeit, die Sprache, Zeitzone und das Tastaturlayout zu ändern. Es ist empfehlenswert, das gleich zu Beginn zu erledigen, da es die weitere Einrichtung erleichtert.

Der nächste Schritt ist es, das Standard-Passwort zu ändern. Speziell, wenn dein Raspberry Pi über das Netzwerk erreichbar sein soll, ist ein sicheres Passwort eine Mindestvoraussetzung.
Wähle dafür den ersten Punkt in der Liste aus, dann kannst du ein neues – möglichst sicheres Passwort eingeben. Eingaben deines Passworts werden unter UNIX standardmäßig nicht angezeigt, du tippst also “blind”. Aber keine Sorge, dein Passwort wird trotzdem übernommen.

Wichtig für die Einrichtung sind auch die sogenannten “Advanced options”. Hier brauchst du die erste Option (“Expand Filesystem”), damit dir später die gesamte SD-Karte zur Verfügung steht.

Bei den “Network Options”, kannst du den Hostname deines Pis festlegen. Außerdem kannst du dich hier mit einem WLAN-Netzwerk verbinden (das funktioniert rechts oben am Desktop aber ebenfalls). 

Wichtig sind auch die “Interfacing options”. Hier kannst du festlegen, über welche Schnittstellen dein Raspberry Pi in Zukunft erreicht werden soll. Für den Anfang sind die Optionen “SSH” und “VNC” die wichtigsten.
Über SSH kannst du deinen Raspberry über das Netzwerk via Command Line Interface steuern. Die meisten Raspberrys sind via SSH ansprechbar, PuTTY ist unter Windows der beliebteste Client dafür. Wenn du das aber nicht brauchst, solltest du SSH deaktiviert lassen.
VNC überträgt den Desktop deines Raspberrys an deinen Computer. Damit kannst du deinen Pi fernsteuern, hast aber eine richtige Benutzeroberfläche. Für Windows gibt es eine breite Auswahl an VNC clients, der VNC Viewer hat sich als besonders benutzerfreundlich erwiesen.

In den “Boot options” kannst du festlegen, ob dein Mini-Rechner standardmäßig im Desktop oder im CLI booten soll.

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