OnePlus 6 – der neue Flaggschiff-Killer?

Der chinesische Hersteller OnePlus hat mit dem OnePlus 6 sein nächstes Oberklasse-Smartphone zum kleineren Preis herausgebracht. Was du dir von dem Gerät erwarten kannst, erfährst du in diesem Review.

Design
Das auffälligste am Design des OnePlus 6 ist sicherlich die Notch – eine kleine Einkerbung am oberen Rand des Bildschirmes. OnePlus ist somit auf den Trend aufgesprungen, obwohl es – subjektiv betrachtet – wesentlich bessere Lösungen gäbe. (Das Vivo Nex beispielsweise hat ein nahezu randloses Display und kommt ohne Notch aus.) Wer den schwarzen Balken am oberen Bildschirmrand nicht haben möchte, kann diesen mit einer Einstellung verschwinden lassen. Der Bildschirmbereich um die Notch wird ausgeschaltet und ist somit fast nicht mehr sichtbar.
Das OnePlus 6 gibt es übrigens in den Farben „Midnight Black“, „Mirror Black“, „Pearl White“ und „Red“.
Die Alu-Rückseite der Vorgängermodelle musste einem Rücken aus Glas weichen. Optisch macht dieser durchaus etwas her, aber zur Stabilität und Haltbarkeit des Handys wird es kaum beitragen.

Rückseite des OnePlus 6 in Midnight Black

Der Screen
OnePlus verbaut in seinem neuen Flaggschiff wie gewohnt ein OLED-Panel, diesmal im Format 19:9 mit einer Diagonale von 6,28 Zoll. Durch die schmalen Ränder wirkt das Gerät aber nicht so groß, wie man es vielleicht erwarten würde. Mit 2280 x 1080 Pixeln ist das Display gestochen scharf.
Die Farbdarstellung ist – typisch für OLED-Screens – etwas zu gesättigt. Das dürfte im Alltagsgebrauch aber kaum in’s Gewicht fallen. Im Gegenzug dafür erhält man aber erstklassige Schwarzwerte, da die Pixel in schwarzen Bildschirmbereichen einfach abgeschaltet werden. Das spart nicht nur Strom, sondern sieht echt toll aus.

Die Kamera
Die Rückwärtigen Kameras lösen mit 20 bzw. 16 Megapixeln auf und bilden somit die Dual-Kamera-Einheit des Smartphones. Dieses Setup ermöglicht nicht nur eine größere Tiefenunschärfe, sondern auch einen optischen 2-fach-Zoom. Videos werden in 4k mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen, außerdem ist ein Slowmotion-Feature an Board. Diese macht Videos mit 480 Bildern pro Sekunde in HD-Qualität.
Die Frontkamera schießt Fotos mit 16 MP und ermöglicht Videos un Full HD und ebenfalls Slowmotion.
Auf den ersten Blick schießt das OnePlus 6 knackige und schöne Fotos, allerdings gehen einige Details verloren. Außerdem werden deine Bilder automatisch nachbearbeitet, was diesen Effekt noch verstärkt.
Alles in allem unterscheidet sich die Kamera des OnePlus 6 nicht merklich von der des OnePlus 5T – Vergleichsshots werde ich nachliefern!

Passt der Akku?
Mit 3300 mAh fällt der Akku nicht unbedingt klein aus und hält bei normaler Verwendung den ganzen Tag durch. Wenn er doch einmal unerwartet zur Neige gehen sollte, hilft dir die Schnellladefunktion „Dash“ aus. Damit kannst du dein Handy in gut einer Stunde voll aufladen. 75% Akkuladung sind schon nach etwa einer halben Stunde drinn.

Wie steht es um die Leistung?

Die Benchmark-Ergebnisse des OnePlus 6

OnePlus bewirbt sein neues Flaggschiff-Modell mit dem Slogan „The Speed you need“. Ein leeres Versprechen? Ich denke nicht.
Im OnePlus 6 ist ein Snapdragon 845 verbaut, der auf 8 Kernen mit 2,8 Gigahertz für ordentlich Leistung sorgt. Mir stellt sich hierbei zwar die Frage, wofür man derartige Leistung in einem Smartphone braucht, aber in den Benchmarks macht sich die CPU jedenfalls gut: Im Antutu-Benchmark erzielte das Smartphone in unserem Test 284639 Punkte und reiht sich somit recht weit oben in der Rangliste ein. Das Ergebnis siehst du auch rechts – man beachte die Notch.
Viel wichtiger ist aber: Wie schlägt sich das Gerät im Alltag? Animationen laufen flüssig, Apps starten flott und Ruckler waren bisher überhaupt keine zu erkennen. Heiß wird das Smartphone nicht – auch unser Benchmark ließ das Device eher kalt.
Spiele wie BTD5 oder die Pocket Edition von Minecraft liefen absolut flüssig und problemlos, doch das ist von einem Flaggschiff-Smartphone zu erwarten.

 

 

Mein Fazit
Wer überlegt, von neueren Smartphones wie beispielsweise dem OnePlus 5T zu upgraden, wird enttäuscht sein. Sicherlich ist das OnePlus 6 kein schlechtes Gerät, doch die Unterschiede zum OnePlus 5T wären mir persönlich zu wenig, um Geld dafür in die Hand zu nehmen. Ein Upgrade des eigenen Smartphones soll ja Verbesserungen in Leistung, Flüssigkeit und Benutzerfreundlichkeit bringen und nicht nur bessere Benchmark-Ergebnisse.
Wer ein neues Smartphone sucht, das die nächsten Jahre auch noch zu benutzen ist, liegt beim OnePlus 6 goldrichtig. Mit seiner überragenden Leistung und guten Specs wird es auch noch in zwei oder drei Jahren Spaß machen, mit dem Smartphone zu hantieren. Außerdem versorgt OnePlus seine Smartphones erfahrungsgemäß lange mit Updates.
Auch, wenn OnePlus in den letzten Jahren seine Preise kontinuierlich angehoben hat, ist der Preis für dieses Spitzen-Smartphone ziemlich ok – gerade, wenn man sich ansieht, was Apple oder Samsung für neue Smartphones verlangen. Aktuell gibt es das OnePlus 6 auf Amazon ab 500 Euro. Je nach Farbe und Speicherkapazität kann der Preis dafür aber abweichen.

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